
Der Körper des Menschen ist permanent damit beschäftigt, sein Funktionieren aufrecht zu erhalten.
Wir müssen täglich mit vielen Einflüssen umgehen, dies bedeutet für Körper und Psyche Stress.
Um diesen Stress zu bewältigen, ist es erforderlich, sich gut anzupassen, damit die Kraftreserven nicht
ausgehen. Dies geschieht durch Kompensationen, die den gesamten Körper mit allen Strukturen betreffen
können, und nicht nur die Zähne. Es ist unumgänglich Merkmale dieser Kompensationen zu betrachten
um dem Körper die Möglichkeit zu geben, diese wieder abzubauen und ihn wieder in die Situation zu
versetzen, die Kraft effektiv einzusetzen und nicht zur Schadensbegrenzung. Die Funktionsanalyse dient
hierbei auch der Prävention: man muss nicht warten, bis der Schaden größer wird - je eher man Störfelder
ermittelt, desto geringer ist der Aufwand sie zu beheben.
Jeder Mensch hat seinen individuellen Weg, diese „ Schwachstellen“ zu kompensieren und einen Ausweg zu
suchen. Der eine reagiert mit Zähneknirschen, der andere mit Rückenschmerzen , Kopfschmerzen ,
allergischen Reaktionen, veränderter Körper- / Kopfhaltung, verändertem Gesichtsausdruck durch
Beeinflussung der mimischen Muskulatur usw.
Bei zahntechnischen / zahnmedizinischen Versorgungen ist es erstrebenswert, vor Erstellung eines
Therapieplans diese Kompensationen aufzuspüren und die Ursachen zu bearbeiten. Das heisst z.B. den Grund
zu suchen, warum ein Zahn verloren geht, bevor man ihn durch einen Neuen ersetzt. Hierzu haben wir eine
standardisierte Arbeitsweise entwickelt, die uns erlaubt, individuelle Funktionsstörungen zu ermitteln. Unter
anderem ist ein Hilfsmittel hierzu die „ Mimischen Dokumentation “, um den Ist-Zustand zu ermitteln. Das
Kauverhalten, die Bisssituation, die Aktion der mimischen Muskulatur und die Kopfhaltung wird anfangs
fotografisch festgehalten, so dass man jederzeit den Verlauf der Veränderungen vergleichen kann.